SEO für Blogger

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Hallo liebe Leser,

es ist mal wieder an der Zeit für einen Gastartikel. Dieses mal zum Thema Suchmaschinenoptimierung, auch SEO genannt. Um genau zu sein geht es in diesem Gastbeitrag um die Frage: Brauchen Blogger SEO? Eine fundierte Antwort darauf erhalten Sie in den folgenden Zeilen.

Blogger brauchen SEO. Brauchen Blogger SEO?

„Verwaister Blog sucht verzweifelt Leser! Bitte nur Nichtraucher, Tierfreunde aber keine Hamster. Telefonnummer…“ Ob solch eine Zeitungsanzeige einem Blog wohl zusätzlichen Traffic beschert? Man könnte es ja einfach einmal ausprobieren. Andererseits kann man sich das Geld für die Anzeige eventuell auch sparen, weil eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) wohl doch die effektivere Methode ist. Also lassen wir Anzeige Anzeige sein, reden über SEO für Blogger und beginnen mit der Frage der Fragen: Muss SEO wirklich sein?
Ist SEO überflüssig?

Keywords, Linkbuilding, White-Hat- und Black-Hat-SEO, Keyword-Stuffing – die Welt der Suchmaschinenoptimierung ist voll von Begriffen, mit denen man als Laie erst einmal wenig anfangen kann. Muss man sich wirklich mit so etwas auseinandersetzen? Nicht unbedingt!

Auch eingefleischte SEO-Experten erkennen heute an, dass noch viel wichtiger als in Texte eingebaute Keywords und Links gute Inhalte eines Blogs sind. Auch Google und all die anderen Suchmaschinen legen Wert auf gute Inhalte. Schließlich sind sie ihr Kapital. Präsentieren Suchmaschinen den Suchenden keine guten Inhalte, untergraben sie ihre Existenzberechtigung. Blogger, die sich alleine auf ihre Inhalte konzentrieren und darüber hinausgehende SEO-Maßnahmen vernachlässigen, können daher durchaus Erfolge erzielen.

Aber irgendwann sind dann vielleicht doch die Grenzen erreicht. Wer seinen Blog kommerziell nutzt, sollte noch mehr tun, als nur auf gute Inhalte zu achten! Ein bisschen mehr SEO ist in solchen Fällen angebracht!

Mitten im Zentrum statt ganz am Rande

Das Internet heißt nicht umsonst InterNET. Es ist ein Netzwerk unzähliger miteinander verknüpfter Seiten. Diese Verknüpfung für seinen Blog zu optimieren, ist eins der SEO Erfolgsrezepte.

Linkbuilding

„Linkbuilding“ ist dabei ein altbekanntes Zauberwort. Das Grundprinzip ist einfach: Blogs, auf die von vielen anderen Websites aus verlinkt wird, werden von Suchmaschinen potenziell als bedeutender eingestuft als andere Blogs. Dabei geht Klasse allerdings über Masse!

Manch ein Webmaster bildet etwa so genannte Linkfarmen, setzt also mehrere thematisch ähnliche Websites ins Netz, deren Inhalte oftmals eher dürftig sind. Die Websites verlinken sich gegenseitig, um einander im Ranking der Suchmaschinen nach vorne zu treiben. Suchmaschinen wie Google mögen aber keine Linkfarmen, was etwa Google mit seinem jüngsten Update „Panda“ nochmals betont hat.

„Linkbuilding“ sollte daher als mittel- bis langfristige Strategie ausgelegt werden und das Ziel haben, dass der eigene Blog mit qualitativ hochwertigen und gut besuchten anderen Websites und Blogs verbunden wird.

Kontakte, Kontakte, Kontakte

Einen Blog im Internet zu verankern, bedeutet für einen Blogger auch, sich selbst mit anderen Bloggern und Aktiven im Internet zu vernetzen. Dafür sind Social Media Plattformen ideal. Hier lassen sich Kontakte mit anderen Bloggern für strategische Allianzen aufbauen. Im Rahmen solcher Kooperationen sind etwa Gastbeiträge im Blog des jeweils anderen Bloggers möglich.

Auf Social-Media-Plattformen kann natürlich in Postings auch auf den eigenen Blog verlinkt werden. Das eignet sich einerseits dafür, direkt neue Leser zu gewinnen, die den Links folgen. Es ist zugleich andererseits gut, um auf der Google Ergebnisliste bei passenden Suchanfragen weiter nach oben zu rutschen.

Soziale Suche

Ein noch relativ neuer Trend bei Suchmaschinen in Deutschland ist die soziale Suche, bei der Empfehlungen von Freunden und Bekannten Einfluss darauf haben, welche zur Suchanfrage passenden Websites und Blogs einem Nutzer oben in der Ergebnisliste angezeigt werden. Aus diesem Grund könnte aus SEO-Sicht etwa Google+ als Social Media Plattform interessanter werden als Facebook. Generell gilt: Viele mit Leben gefüllte Kontakte in Social Media Plattformen sind auch aus Sicht von SEO-Experten zunehmend wertvoller.

seoreport

Wie viele Keywords braucht der Blog?

Keywords scheiden wie SEO im Allgemeinen bisweilen die Geister. Fakt ist: Es ist schon irgendwie sinnvoll, etwa Wörter wie „Städtereise“ und „Kopenhagen“ öfters in einen Text zu integrieren, falls der Text bei einer Suche auf Google nach „Städtereise + Kopenhagen“ gefunden werden soll. Andererseits stören zu viele Keywords in einem Text schnell die Lesbarkeit und sorgen für einen schlechten Schreibstil.

Es gilt also, die richtige Balance zu finden. SEO-Experten setzen die Keyword-Quote meistens bei etwa zwei bis fünf Prozent an, wobei einzelne Angaben auch variieren. Die Keyword-Quote errechnet sich mit der Formel „Anzahl des Keywords im Text x 100 / Wortanzahl des Gesamttextes“. Keywords sollten vor allem in die Hauptüberschrift und in den ersten Absatz des Textes integriert werden. Generell gilt: Weiter vorne ist besser als weiter hinten im Text.

Andere Plätze für Keywords im Blog

Die Namen der Blog-Kategorien eignen sich mindestens ebenso gut wie die Texte im Blog, um Keywords unterzubringen. Google will Nahrung in Form von indizierbaren Inhalten und als Blogger sollte man die Suchmaschine auch füttern und ihr den Weg zu mehr Nahrung aufzeigen:

Dazu eignen sich neben den Kategorienamen und Keywords in Texten auch Keyword-Clouds und Sitemaps als Blog-Elemente.
Interne Verlinkung ist ebenfalls ein guter Weg. Im besten Fall enthält jeder Text im Blog einen oder zwei Links auf andere und thematisch verwandte Artikel im Blog. Das kann einerseits Leser aktueller Artikel auch zu Artikeln führen, die sonst unsichtbar in den Archiven verschwinden würden. Andererseits erleichtert das Google die Indizierung der einzelnen Seiten der Website.

Auch wichtig: Google will Frischfleisch! Für den Blogger bedeutet das, regelmäßig für neue und interessante Inhalte zu sorgen, die der Suchmaschine neues Futter geben.

Schauen, ob die Dinge funktionieren!

Bei aller SEO-Arbeit ist der Blick auf die Website-Statistiken Pflicht, wobei man sich nicht auf den Blick auf die absolute Besucheranzahl beschränken sollte. Woher kommen die Blog-Besucher? Welche Artikel wurden angesteuert? Welche Suchbegriffe haben Suchmaschinennutzer auf den Blog geführt? Antworten auf all diese Fragen bringen wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige SEO-Arbeit.

Über den Autor: Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsservice Lingo24, der auf drei Kontinenten tätig ist. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.

Sie haben Interesse einen Gastartikel auf Selbständig 2.0 zu veröffentlichen? Dann senden Sie mir doch einfach eine E-Mail mit kurzer Vorstellung und Artikelideen an sperengi@gmx.de.

Bildquelle: Plymouth Devon / flickr.com

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Posted by Mathias Kempowski   @   11 Oktober 2011 1 comments
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