Geld mit Android-Apps verdienen ist nicht einfach!

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Hallo liebe Leser,

wie App-Entwickler mit ihren auf Android basierenden Anwendungen Geld verdienen können, habe ich in der Vergangenheit, hier auf Selbständig 2.0, ein ums andere mal erläutert.

Dass es dabei nicht immer sehr einfach ist genügend Aufmerksamkeit für seine Applikationen zu erhalten und zu erzeugen, habe ich dabei nicht verheimlicht. In der vergangenen Woche hat das Marktforschungsinstitut Nielsen nun aktuelle Zahlen zu diesem Thema präsentiert.

Und diese dürften sich wohl für die wenigsten selbständigen App-Programmierer und Entwickler-Studios als besonders motivierend herausstellen. Wieso, weshalb, warum? Das erkläre ich Ihnen im Folgenden.

Die meisten Android-Apps bleiben unbeachtet

Den Daten der Nielsen Group zufolge, werden offenbar nur die wenigsten Apps tatsächlich genutzt.

Eine überwiegende Mehrheit der Applikationen, die im Android-Market angeboten werden, sind dagegen kaum bis gar nicht in Gebrauch und finden auch keine Beachtung.

Zu diesen Aussagen gelangten die Marktforscher durch umfassende Analysen auf Echzeitmessungen beruhender Daten. Gewonnen wurden diese dank der Mitarbeit einer statistisch relevanten Gruppe von Android-Nutzern, die auf ihren Smartphones eine eigens kreierte Nielsen-App installierten.

Diese App hat schließlich im Hintergrund alle notwendigen Daten mit digitaler Genauigkeit aufgezeichnet, um anschließend eine fundierte Aussage über das Nutzungsverhalten von Besitzern androidbasierter Geräte treffen zu können.

Die Erhebungen versprechen folglich sehr genau und zutreffend zu sein. Denn Manipulationen der Studienteilnehmer, ob gewollt oder unbeabsichtigt, sind anders als etwa bei Befragungen nahezu ausgeschlossen.

Schlechte Perspektiven für Entwickler von Android-Apps

Umso brisanter und unerfreulicher sind dann auch die Analysen die Nielsen zur Nutzung der Apps aus dem Android-Market angefertigt hat. Zumindest für die überwiegende Zahl der App-Entwickler.

Zwar greifen Nutzer androidbasierter Geräte demnach durchschnittlich zwei Drittel der Zeit, die sie mit ihren Smartphones und Tablet-PCs im mobilen Internet verbringen – was in etwa 40 Minuten am Tag entspricht -, auf installierte Apps zurück, allerdings schenken sie dabei eben nur sehr wenigen Anwendungen ihre Aufmerksamkeit.

50 Apps sind erfolgreicher als die fünftausendfach größere Konkurrenz

Um genau zu sein und endlich mal Zahlen zu nennen ;-) gehen wohl 43 Prozent der geamten Aufmerksamkeit der Anwender und der Nutzungsdauer einzig und allein auf die zehn erstplatzierten Apps des Android-Market zurück.

Weitere acht Prozent entfallen auf die folgenden zehn Plätze in der Rangliste der Apps. Alles in allem kann die gesamte Top 50 der Android-Apps 61 Prozent der ermittelten Nutzungsdauern allein auf sich vereinigen.

Um die übrigen 39 Prozent wetteifern dagegen momentan fünftausendmal so viele Applikationen – rund 250.000 – oder auch eine Viertelmillion.

Der Android-Market kommt bei App-Entwicklern nicht gut weg

Nun kommt eine “Elitenbildung” bei den Apps sicher nicht unerwartet, dennoch sind diese Werte wirklich erstaunlich und dürften sich für manchen App-Programmierer als Schlag ins Gesicht erweisen.

Die Chancen, mit den eigens kreierten Apps im Android-Market einen Erfolg zu landen, scheinen schließlich nicht gerade gut zu sein, vielmehr sind die Perspektiven eher schlecht zu nennen. Zumal die Zustände im Android-Market auch so schon alles andere als paradiesisch zu sein scheinen.

So wird von aktiven Entwicklern nicht nur die schwierige Monetarisierung moniert, auch die Mechanismen zur Vermarktung der Apps lassen offenbar zu Wünschen übrig. Dass es kaum eine handlungsfähige Redaktion zur Wahrung der Qualität gibt, fällt da fast kaum noch ins Gewicht.

Macht es noch Sinn mit Android-Apps Geld verdienen zu wollen?

Zusammenfassend lässt sich da nur noch sagen: Wer mit Android-Apps Geld verdienen will, braucht nicht nur eine unschlagbare gute Idee und eine gelungene Umsetzung.

Vor allem scheint für Neuentwicklungen ein absolut umwerfendes Marketing-Konzept notwendig. Ob sich der damit verbundene Aufwand allerdings lohnt, bleibt fraglich. Auf jeden Fall sollten App-Entwickler in Sachen Android-Market auf einen Fehlschlag gefasst sein.

Sollten Sie sich auch weiterhin für das Thema interessieren, möchte ich Sie an dieser Stelle auf meinen Artikel “Geld verdienen mit Android-Apps” verweisen. Und sicherlich finden Sie auch unterhalb dieses Beitrages einige für Sie interessante Artikel. :-)

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Posted by Mathias Kempowski   @   22 August 2011 6 comments
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6 Comments

Comments
Aug 22, 2011
10:22
#1 Thomas :

Das sind ja wirklich deprimierende Daten. Wer mit Android Apps Geld verdienen will, muss scheinbar schon ein bisschen träumerisch veranlagt sein. ;-)

Author Aug 22, 2011
10:26
#2 Mathias Kempowski :

Hallo Thomas,

wirklich sehr nett formuliert. :-) Aber in gewisser Weise triffst Du wohl den Nagel auf den Kopf. Andererseits gehört Risiko zum Geschäft! :-D

Aug 24, 2011
15:32
#3 Blockhaus :

Man kann eigentlich nicht wirklich mit Android Geld verdienen oder? Zumindest jetzt noch nicht, in der Zukunft sicher, davon bin ich überzeugt.

Die Zahlen sind wirklich abschreckend.

Author Aug 25, 2011
11:55
#4 Mathias Kempowski :

Grundsätzlich besteht schon die Möglichkeit mit Android Geld zu verdienen. Um aber mehr als ein paar Cent oder Euro rauszuholen, braucht es neben klugen Marketing und guten Ideen sicher auch eine gehörige Portion Glück.

Okt 15, 2011
10:57
#5 Christian :

Es ist in keinem Bereich einfach Geld zu verdienen. Das ist von den meisten Menschen nur Wunschdenken.

Okt 29, 2011
11:20

Vielen Dank für den tollen Artikel und mal eine genauere Betrachtung anhand von Fakten über diesen Markt.

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