Hallo liebe Leser,
jede Münze hat zwei Seiten. Die Selbständigkeit ist wie eine Münze. Und die beiden Seiten teilen sich in diesem Falle nicht in Kopf und Zahl sondern in positiv und negativ auf. Wie so vieles im Leben bringt die berufliche Selbstverantwortung nicht nur gutes mit sich. Über meine persönlichen positiven wie auch negativen Erfahrungen mit der Selbständigkeit möchte ich in diesem Artikel berichten und damit auch meinen Beitrag zur Blogparade von Peer Wandiger auf Selbständig im Netz leisten.
Was ich aus den ersten Monaten Selbständigkeit gelernt habe
Gute vier Monate ist es her, dass ich den Sprung ins kalte Wasser wagte und mein eigenes Gewerbe gründete. Im Rückblick ist diese verhältnismäßig kurze Zeit, eine Zeit voller neuer Eindrücke und Erkenntnisse und eben auch Erfahrungen sowohl positiver als auch negativer Natur. Wobei letztere glücklicherweise kaum ins Gewicht fallen. Doch genug der langen Vorrede; es wir Zeit für die harten Fakten.
Meine positiven Erfahrungen:
- Den ersten Punkt habe ich eigentlich schon genannt: noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viel lernen können. Über das Internet, über Marketing, Software und viele weitere Dinge. Nicht zuletzt auch über mich selbst. Hätte mir zu Beginn des Jahres 2010 jemand gesagt, dass ich im Laufe der folgenden Monate so viel technisches Verständnis entwickeln würde, wie ich es derzeit besitze, hätte ich diese Person ausgelacht und dringend einen Besuch bei einem Arzt empfohlen. Erfreulicherweise wartet aber auch weiterhin ein gigantischer Ozean des Wissens darauf von mir gefiltert und absorbiert zu werden.
- Auch die persönliche Freiheit, die ich als Selbständiger in allen Belangen genieße, lässt sich wohl durchaus als positive Erfahrung deklarieren. Ich bin mein eigener Chef und kann daher selbst entscheiden, welche Aufgaben ich angehe und wann ich damit beginne. Meine Arbeitszeiten sind flexibel gestaltbar und wenn sich mal wieder sommerliche Hitze meiner Arbeit entgegenstellt, gebe ich mir einfach ein paar Stunden oder gleich den ganzen Tag frei.
- Der geschäftliche Erfolg hängt allein von mir selbst ab. Ich genieße es nicht abhängig zu sein von unfähigen, faulen und alle 30 Minuten rauchenden Kollegen, die meine eigene Arbeit sabotieren.
- Nicht zuletzt ist es einfach toll von zu Hause arbeiten zu können oder wenn mir danach ist an der frischen Luft.
Meine negativen Erfahrungen:
- In der beruflichen Eigenständigkeit bleibt leider auch die Verwaltungsarbeit an einem selbst hängen, zumindest in der Phase der Existenzgründung in der nicht unbedingt Geld an einen externen Dienstleister der sich um den Papierkram kümmert gezahlt werden kann, weil andere Investitionen wesentlich wichtiger sind.
- Im Zusammenhang mit der Verwaltungsarbeit stehen natürlich auch diverse Behördengänge, die in meinem Fall leider ein wenig ärgerlich waren. So wusste mein Sachbearbeiter für die Gewerbeanmeldung weniger über die rechtliche Lage als ich selbst. Zusätzlich musste ich noch unverhältnismäßig lange auf meine Steuerunterlagen warten.
- Gerade am Anfang einer Selbständigkeit ist der Arbeitsaufwand enorm und die erzielten Einnahmen im Verhältnis dazu nicht gerade erfreulich. Doch trotz der vielen investierten Arbeitsstunden ist diese Erfahrung nur bedingt negativ. Denn diese vielen Stunden habe ich zum großen Teil mit dem Schreiben, meiner Leidenschaft, gefüllt. Und das hat mich wiederum erfüllt. Zudem wäre es wahrscheinlich wesentlich frustrierender gewesen, wenn ich zu überzogene Erwartungen bezüglich des Verdienstes gehabt hätte. Aber wie heißt es so schön? “Gut Ding will Weile haben!” Die Entwicklung meines Einkommens kann dieses alte Sprichwort nur bestätigen. Es geht stets aufwärts.
So viel zu meinen eigenen Erfahrungen in der Selbständigkeit. Haben Sie selbst ähnliche oder ganz und gar andere Erfahrungen in der beruflichen Eigenständigkeit machen können? Oder haben Sie Ratschläge die Sie Existenzgründern mit auf den Weg geben möchten? Wenn ja, würde ich mich sehr über einen Kommentar von Ihnen freuen.
