Hallo liebe Leser,
vor einiger Zeit habe ich mich bereits einmal ausführlich mit dem Thema E-Books befasst und dazu die Artikel “E-Books verkaufen: Online-Verlag vs. eigene Verkaufsseite” sowie “Online-Verlage: E-Books veröffentlichen und Geld verdienen” verfasst.
Während es in diesen Beiträgen vornehmlich um den Verkauf bereits fertiggestellter Werke ging, möchte ich mich heute im wesentlichen mit der Erstellung eines solchen befassen, und damit der Frage nachgehen wie man ein eigenes E-Book schreibt.
Nach Einschätzung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wird das E-Book in diesem Jahr wohl endgültig hierzulande seinen Durchbruch feiern können.
Zu Grunde liegt dieser erwarteten Entwicklung vor allem das große Interesse an E-Book-Readern und Tablet-PCs wie dem iPad von Apple oder dem Galaxy Tab 10.1 von Samsung.
Im vergangenen Jahr lag der Umsatz mit elektronischen Büchern in Deutschland bei etwa 21 Millionen. Das entspricht gerade einmal einem halben Prozent des gesamten Käuferbuchmarkts.
Ein direkter Vergleich mit den Absatzzahlen anderer Staaten, wie den USA zeigt: es besteht noch erhebliches Wachstumspotenzial für E-Books. Die Akzeptanz mag sich in der deutschen Bevölkerung langsamer ausbreiten, aber warum sollten sich die digitalen Bücher ausgerechnet hier nicht durchsetzen?
Grund genug, so früh wie möglich auf den fahrenden Zug aufzuspringen und selbst ein E-Book zu verfassen. Doch wie sieht die richtige Vorgehensweise beim Schreiben eines solchen digitalen Werkes aus?
Um ein E-Book zu schreiben braucht es zunächst ein Thema. In den vergangenen Jahren waren Sachbücher besonders beliebt bei den E-Book-Käufern. Das haben zahlreiche Internetmarketer immer wieder unter Beweis gestellt. Auch für Ihr eigenes elektronisches Buch empfiehlt es sich aus den genannten Gründen ein Sachthema zu bearbeiten.
Sinnvoll ist es ein Themengebiet zu wählen, in dem Sie sich besonders gut auskennen. So fällt Ihnen das Schreiben des E-Books wesentlich leichter, und die Wahrscheinlichkeit dem Leser einen Mehrwert zu bieten ist deutlich höher.
Das Google-Adwords-Keyword-Tools kann bei der Themenfindung mitunter eine gute Hilfe sein. Besonders zahlreich sind die Suchanfragen bei Internetnutzern unter anderen in folgenden thematischen Komplexen:
Zugegebenermaßen gibt es zu den genannten Themen bereits unzählige Ratgeber und die Konkurrenz ist dementsprechend groß. Um dennoch zu bestehen, ist es wichtig eine Nische zu finden, also einen speziellen Aspekt des Themas aufzugreifen.
Statt des großen Themenkomplexes Wellness könnte eine entsprechende Nische beispielsweise eine bestimmte Entspannungstherapie sein.
Ist schließlich das Thema des E-Books gefunden, wird es Zeit sich an die strukturelle und inhaltliche Umsetzung des Werkes zu machen:
Für den Schreibstil eines E-Books lassen sich grundsätzlich die gleichen formalen Regeln anwenden, wie sie für gewöhnliche Online-Texte gelten. Besonderes Augenmerk sollte daher auf eine möglichst hohe Lesbarkeit am Notebook-, PC- und Tablet-Bildschirm gelegt werden. Diese wird mit einer effizienten Gliederung in Abschnitte durch Zwischenüberschriften unterstützt.
Die Sprache wiederum sollte klar und verständlich gehalten sein. Komplizierte und verschachtelte Sätze kommen weniger gut an. In Sachen Formatierung gilt für E-Books die einfache Grundregel: weniger ist mehr. Denn die übermäßige Nutzung verschiedener Schriftstile und -größen sowie Farben lässt das Werk unübersichtlich werden und vor allem unprofessionell wirken.
Sobald Sie Ihr elektronisches Buch schließlich fertiggeschrieben haben, bietet es sich an den Text für einige Tage ruhen zu lassen. Oftmals stellt sich beim Verfassen eine gewisse Betriebsblindheit ein, die den kritischen Blick auf Ausdruck und Inhalt spürbar verschleiert.
Nach der Ruhepause dagegen sind Schnitzer und Ungereimtheiten schnell aufgespürt. Testleser können bei der Überarbeitung ebenfalls hilfreich sein. Eine professionelle Korrektur hinsichtlich der Rechtschreibung durch einen Profi ist auch empfehlenswert, um potenzielle Leser nicht durch offensichtliche Fehler abzuschrecken.
Ist das E-Book schließlich fertig, muss es nur noch in ein sicheres digitales Dokument umgewandelt werden - die gängigsten Formate sind PDF und EPUB – und der Weg ist frei für den Verkauf und die Vermarktung. (Mehr dazu können Sie in den eingangs erwähnten Beiträgen nachlesen.)
Ausschlaggebend für den Verkaufserfolg eines E-Books ist in der Regel selbstverständlich die Qualität dessen. Grundsätzlich sollte es vor allem professionelle Inhalte bieten. Auf der Suche nach Antworten möchte der Leser wichtige und fundierte Informationen geliefert bekommen, um sich eine Meinung zu bilden oder eine Lösung für sein Problem zu finden.
Tipp: Wie Sie Ihr elektronisches Buch auf das iPad, den iPod touch und das iPhone bringen, können Sie in dem Artikel “Im iBook-Store Ebooks verkaufen” nachlesen.
Bildquelle: Simone Hainz