So viel verdienen Selbständige – warum sich eine Existenzgründung lohnt

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Hallo liebe Leser,

wer sich selbständig macht, verdient mit großer Wahrscheinlichkeit mehr als ein Arbeitnehmer. Das was viele Selbständige und Existenzgründer geahnt und wohl alle gehofft haben, wurde jüngst durch eine Studie des DIW bestätigt.

Machen Sie sich selbständig! Das Risiko lohnt sich!

Sie wollen künftig mehr Geld verdienen, als Sie es momentan tun? Sie wollen unabhängiger und eigenverantwortlich arbeiten? Sie können sich vorstellen, sich selbständig zu machen?

Dann sollten Sie nicht mehr lange fackeln und Ihre Pläne und Ideen auch in die Tat umsetzen. Denn das Risiko einer Existenzgründung zahlt sich laut einer neuen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung aus.

Beruhend auf dem Mikrozensus des Statistisches Bundesamtes, das jedes Jahr in Deutschland etwa 820.000 Menschen in 370.000 Haushalten befragt, hat das DIW einige sehr interessante Daten analysiert.

Selbständige verdienen deutlich mehr Geld als Arbeitnehmer

Wie die Süddeutsche Zeitung zu Wochenbeginn in einem Bericht feststellte, haben Selbstständige demnach deutlich bessere Verdienstaussichten als abhängig Beschäftigte.

Dem DIW zufolge hatten im Untersuchungszeitraum 2010 annähernd 37 Prozent aller Selbstständigen und Freiberufler ein Netto-Einkommen jenseits von 2.300 Euro im Monat beziehungsweise 27.600 Euro im Jahr. Bei Angestellten respektive Arbeitnehmern hätten dagegen nur 17 Prozent auf ein monatliches Einkommen von mehr als 2.300 Euro verweisen können.

Nun soll das natürlich nicht heißen, dass Existenzgründer im Rahmen ihrer Selbständigkeit immer mehr verdienen, als ein abhängig Beschäftigter. Nein, auch bei den selbständig Tätigen gibt es durchaus Beispiele von Geringverdienern, die mit ihrem erwirtschafteten Einkommen geradeso über die Runden kommen.

Selbst bei den Geringverdienern stehen Selbständige besser da

Aber auch hier stehen Selbstständige im direkten Vergleich zu Arbeitnehmern nachweisbar besser da. Das Risiko Geringverdiener zu werden und weniger als 1100 Euro netto im Monat beziehungsweise 13.200 im Jahr zur Verfügung zu haben, ist besagter Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts zufolge wesentlich geringer.

Während bei Arbeitnehmern und Angestellten mehr als ein Drittel der Gesamtbeschäftigten – etwa 34 Prozent – monatlich weniger als 1100 Euro netto verdient, leiden bei den Selbstständigen annähernd 7 Prozent weniger, insgesamt also 27 Prozent, unter einem unterdurchschnittlichen Einkommen.

Hoch ist hingegen die Chance auf ein mittelfristig steigendes Einkommen, zumindest für Existenzgründer. Drei Jahre nach der Gründung, wenn also die gröbsten Hürden einer selbständigen Tätigkeit in der Regel überstanden sind, verdienen gut 38 Prozent der Selbständigen und Freiberufler mehr als in den Vorjahren.

Etwa die Hälfte der Gründer konnte nach drei Jahren immerhin auf ein stabil gebliebenes Einkommen verweisen. Nur jeder sechste Jungunternehmer – knapp 17 Prozent – verfügte über geringere Einkünfte als zuvor.

Gute Aussischten auf steigende Einkünfte für Gründer

Doch welche Rückschlüsse lassen sich aus diesen Ergebnissen ziehen, welche Erkenntnisse gewinnen?

Professor Alexander Kritikos, einer der Autoren der Studie, ist davon überzeugt, dass “der Schritt in die Selbständigkeit gerade für abhängig Beschäftigte mit relativ niedrigem Einkommen eine Möglichkeit sein kann, ihre finanzielle Lage zu verbessern”.

Außerdem will der Forscher in den vergangenen 20 Jahren hierzulande eine Entwicklung hin zu “einer stärkeren Kultur der Selbständigkeit” ausgemacht haben.

Die Zahlen scheinen ihm dabei recht zu geben, waren 2009 doch bereits 11 Prozent der erwerbsfähigen Personen als Unternehmer tätig. Zum Vergleich: 1991 waren es lediglich acht Prozent.

Insgesamt ist die Zahl der Selbständigen in Deutschland zwischen 1991 und 2011 sogar um mehr als 40 Prozent auf 4,3 Millionen gestiegen.

Auch sehr interessant ist eine Aussage von Michael Fritsch, Forschungsprofessor am DIW und Mitautor der Studie, nach der sich fast jeder fünfte Hochschulabsolvent in seiner weiteren beruflichen Laufbahn irgendwann selbständig macht.

Immer mehr Menschen wagen den Schritt in die Selbständigkeit. Viele aber nur des Geldes wegen.

Ich persönlich kann diesen Schritt natürlich nur allzu gut nachvollziehen. :-)

Wobei ich mich weniger des Geldes wegen selbständig gemacht habe, sondern vielmehr weil ich täglich neue Erfahrungen sammeln darf, immer mehr dazu lerne und meine Grenzen stetig austesten kann. Vor allem aber auch weil ich als selbständiger Blogger kreativ sein und experimentieren darf.

Meiner Erfahrung nach sollte sich daher auch jeder Gründungswillige überlegen, warum er sich selbständig machen will.

Oft genug musste ich inzwischen beobachten, dass der Wunsch mehr Geld zu verdienen nicht ausreichend für diesen wichtigen Schritt im Leben ist. Denn gerade die ersten Jahre als Selbständiger sind hart.

Viel Geld wird in dieser Zeit auch meist nicht verdient, weshalb vielen die Motivation schnell abhanden kommt. Ohne weitere Motive zur Selbständigkeit, wird diese dann daraufhin häufig wieder aufgegeben.

Bildquelle: Paul Golla / pixelio.de

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Posted by Mathias Kempowski   @   26 Januar 2012 1 comments
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1 Comments

Comments
Jan 27, 2012
18:06

Bin seit über 15 Jahren selbständig. Ich bin froh, dass ich von Anfang an eine von dominanten, grossen Auftraggebern unabhängige Strategie verfolgt habe und deshalb heute nicht mehr vom Goodwill von einzelnen Chefs abhängig bin.

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