Hallo liebe Leser,
im August letzten Jahres habe ich hier auf Selbständig 2.0 als einer der ersten Blogger überhaupt von yoofive.de berichtet, einer Seite, die es geschäftstüchtigen Selbständigen und findigen Existenzgründern ermöglicht, kleine Dienstleistungen wie etwa die Erstellung von Bannern oder Logos anzubieten beziehungsweise Blog-und Webseitenbetreibern erlaubt, derartige Dienstleistungen günstig zu erwerben.
Mittlerweile haben sich weitere Anbieter solcher 5-Euro-Dienstleistungen auf dem Markt positioniert. Welche das sind, können Sie in diesem Artikel erfahren.
Derzeitig ist mächtig Bewegung auf dem Markt für 5-Euro-Dienstleistungen auch Mini- oder Mikrodienstleistungen genannt. In den letzten Tagen und Wochen sind gleich mehrere Anbieter angetreten den Markt zu erobern.
Allen gemeinsam ist das Geschäftsmodell, das die Bereitstellung einer Angebotsplattform inklusive interner Kommunikation und Zahlungsabwicklung vorsieht und dem Betreiber im Gegenzug das Erheben eines festen Anteils an erzielten Umsätzen erlaubt. Zumeist beläuft sich dieser Anteil - der automatisch eingezogen wird sobald ein Angebot einen Abnehmer gefunden hat - auf 20 Prozent.
Zahlungen werden in der Regel über Paypal abgewickelt. Wie schon Amazon und eBay stellen die Dienstleistungsportale ein System zur Verfügung, das Kunden die Beurteilung von Angeboten erlaubt. Neben dem Geschäftsmodell sind sich die diversen Anbieter aber auch sonst sehr ähnlich wie meine Recherche zeigte.
Die US-amerikanische Version von Fiverr diente den Machern von yoofive nach eigenen Angaben als Vorlage beim Import des Mikrodienstleistungs-Geschäftsmodells.
Inzwischen ist die Mutter der 5-Euro-Dienstleister-Portale mit fiverr.de auch auf dem deutschsprachigen Markt angekommen. Eine bei Fiverr angebotene Tätigkeit wird “Gig” genannt. Knapp 400 Dienstleistungen, von der Installation von WordPress auf einem Webspace bis zum Häkeln von individuellen Hüllen für iPhones, werden derzeitig angeboten.
Nicht nur das Geschäftsmodell sondern auch die Gestaltung des Hintergrunds hat fiverdeal.de von Fiverr übernommen. So mancher mag da an Vorsatz denken.
Die Preisspanne der Angebote bewegt sich zwischen 5 Euro und 100 Euro. Diese Preisgestaltung und die Präsentation der Angebote erinnern wiederum sehr stark an yoofive.
Die neuerdings eingebundene Google-Maps-Karte soll wohl ein wenig zur Abhebung von den Mitbewerbern beitragen, hat allerdings den Nachteil einer langen Ladezeit.
Rund 500 Angebote, von der Einrichtung eines Facebook-Accounts bis hin zur Erstellung eine PDF-Vorlage für eine individuelle Visitenkarte, werden gegenwärtig von den dort agierenden Dienstleistern zur Verfügung gestellt.
Was auf Fiverr und Fiverdeal die Gigs sind, sind auf fuenfi.de die Feds (Fünf Euro Deals). Davon abgesehen erscheint die Seite mir persönlich zumindest wie ein zweites yoofive.
Die Farbwahl und auch die Strukturierung der Angebote erinnert doch sehr stark an besagte Plattform. Etwa 1.200 Angebote, von der Erstellung eines Southpark-Avatars bis hin zum Einscannen von 100 Foto-Negativen, finden sich momentan auf der Webseite.
Nur am Rande erwähnen möchte ich fiveo.de und gigmich.de, da die Aktivitäten auf beiden Plattformen nur gering zu scheinen sein. Zumindest können sowohl Fiveo als auch Gigmich auf weniger als 100 angebotene Dienstleistungen verweisen.
Während beim ersten Anbieter Angebote zwischen 5 Euro und 55 Euro eingestellt werden können, finden sich bei Letzterem wieder einmal Kategorien von 5 Euro bis 100 Euro.
Seit vergangener Woche auf dem Markt ist gigalo.de. Dennoch scheint das Portal bereits in den ersten Tagen auf großes Interesse gestoßen zu sein. Darauf lassen zumindest die Äußerungen im Gigalo-Blog schließen.
Bereits jetzt werden auf der Seite über 800 Dienstleistungen angeboten, die sich erwartungsgemäß nicht nennenswert von denen der Mitbewerber-Plattformen unterscheiden. Interessant an dem Portal ist allerdings die große Aufmerksamkeit, die diesem zuteil wird. Dahinter steckt wohl vor allem eine gut durchdachte Marketingstrategie.
Denn neben einem iPad 2-Gewinnspiel, dass die am häufigsten empfohlene Dienstleistung prämiert und einer Aktion, die jedem, der sich auf Gigalo neu registriert ein Guthaben in Höhe von 5 Euro gewährt, kursiert auch das folgende Video im Web:
Zusammenfassend lässt sich zum Thema Mini-Dienstleistungsportale folgendes sagen: Die auf dem Markt agierenden Anbieter unterscheiden sich kaum im Aufbau und Geschäftsmodell. Sogar die Angebote und deren Dienstleister sind in weiten Teilen die selben. Dies führt zu einer unübersehbaren Austauschbarkeit der Plattformen.
Was fehlt ist Einzigartigkeit. Weshalb ich persönlich damit rechne, dass die momentan stark wachsende Zahl der Anbieter bald ihr Maximum erreicht haben sollte.
Mittelfristig könnte ich mir sogar eine gegenläufige Bewegung, sprich einen Schwund, der Wettbewerberzahl vorstellen, dem wohl die kleinsten Portale zum Opfer fallen sollten.
Und sollten Sie nach einem Dienstleister suchen, aber auf den genannten Plattformen kein passendes Angebot finden, haben Sie natürlich immer noch die Möglichkeit kostenlose Kleinanzeigen aufzugeben.
Dann wünsche ich mal viel Erfolg beim Testen.
Vielen Dank für den netten Artikel und das Video. Wir wachsen stetig weiter und haben inzwischen schon über 1570 Angebote.
Für mich ungeschlagener Favorit, weil einfach das umfangreichste Angebot fuenfi.de! Leider wird die Seite wohl vom Netzt genommen. Ganz schlecht gigalo, dort gesuchte Dienstleistung eingeben z.B. google+ und es kommen Ergebnisse raus die damit nichts im geringsten zu tun haben, auch ist die Vielfalt und Übersichtlichkeit kurz und knapp gesagt MIES!
Hab mich gleich mal bei einem Anbieter angemeldet, mal schauen, ob es was bringt. Danke für den Artikel.
Eine weitere Alternative wäre noch http://www.miniworker.de .Der Vorteil hier ist, dass man variable Preisangebote erstellen kann.
Hallo Andreas,
vielen Dank für die Info.
22:32
Hi,
danke für diesen interessanten Artikel. Ich kannte diese Möglichkeit garnicht, teste es aber jetzt wohl einmal aus.
Lg